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Bodden- und Haffgewässer

Jasmunder Bodden Angeln

Der Jasmunder Bodden, geteilt in den Großen und Kleinen Jasmunder Bodden, befindet sich im Norden der Insel Rügen. Die Wasserfläche ist von den Halbinseln Jasmund und Wittow umgeben. Erst im 19. Jahrhundert wurde bei Lietzow ein Wall aufgeschüttet, der die Teilung des Boddens besiegelte. Heute verbindet beide Bodden nur ein schmaler Kanal mit Wehr. Wenn es sich bei dem GJB um ein typisches Randgewässer der Ostsee handelt (mit direktem Zugang), so ist der 28,4 qkm große KJB heute ein Süßwassersee. Das wenige Salzwasser, welches über den Kanal eingespeist wird, kann vernachlässigt werden. Er gilt als fischreich, besonders mit gutem Zanderbestand. Allerdings sind die umfangreichen Fischschonbereiche zu beachten. Die Wasserqualität ist schlecht, daher kein Badegewässer.

Jasmunder Bodden

Der GJB ist mit einem Salzgehalt von etwa 0,7 % ein Brackwasser. Er hat die stattliche Fläche von 58,4 qkm, ist allerdings mit maximal 7 m relativ flach. Wie alle rügenschen Bodden ist auch er sehr fischreich und daher ein sehr beliebtes Angelgewässer. Herauszuhebende Fischarten sind Hecht, Aal, Barsch und Flunder. Aber hier kann auch gebadet und gesegelt werden. An mehren Orten, wie Breege, Ralswiek, Polchow und Sagard, gibt es Häfen, wo organisierte Angeltouren gestartet oder auch Boote gemietet werden können. So gibt es z. B. im Breeger Hafen einen Verleih von kleineren Booten mit 5-PS-Motor. Doch Achtung: Ortsunkundige sollten ohne Guide nur bei stabilen Witterungsbedingungen den Bodden befahren. Bei kräftigem Wind wird das Gewässer unberechenbar und schon viele Angler mussten ihren Leichtsinn mit dem Leben bezahlen. Was das Angeln vom Boot aus betrifft noch ein wichtiger Hinweis: Angeln vom treibenden Boot aus und Angeln in den Schutzzonen ist nicht gestattet und kann sehr teuer werden. Die Wasserschutzpolizei wacht sehr aufmerksam. Die Schutzzonen sind als solche nicht immer erkennbar, darum vorab entsprechendes Kartenmaterial besorgen und die Tour gut planen.

Allerdings ist die Nutzung eines Kutters oder eines anderen Bootes zum Angeln nicht zwingend erforderlich. Da der Bodden sehr flach ist, lassen sich die Schilfkanten bis ran an die Fahrrinnen auch gut mit der Wathose beangeln. Angeln vom Land aus ist kaum möglich, da das gesamte Ufer mit einem Schilfgürtel umgeben ist.

Erfolgversprechendes Watangeln ist in Lietzow, in Martinshafen, an der Schaabe und links und rechts der Wittower Fähre möglich. Im flachen Wasser, z. B. in Lietzow, gut aufpassen, denn der Untergrund kann plötzlich steil abfallen.

Jasmunder Bodden - Lietzow

Nun zu einigen praktischen Hinweisen.

Für den Angler ist von besonderem Interesse der berühmte Boddenhecht. Er kommt im Frühjahr in das flache Wasser, bevorzugt im Sommer die tieferen Stellen und sucht im Herbst wieder das flache Wasser auf. Als Angelgerät sollte eine stärkere Spinnrute bevorzugt werden, denn Boddenhechte können eine stattliche Größe erreichen. Entsprechend zur Rute die Rolle und Schnur auswählen. Den Kescher, auch beim Watangeln, immer am Mann haben. Es kommt nicht selten vor, dass auch im Sommer beim Waten Hechte geangelt werden, allerdings kleinere. Als Köder haben sich große Blinker, Spinner und an verkrauteten Stellen flach laufende Wobbler bewährt.

Überall gegenwärtig ist der Barsch. Seine Größe ist beträchtlich. Auf Barsch kann mit Twister, Spinner und Tauwurm geangelt werden.

Der Aal wird hauptsächlich an Stellen mit sandigem Untergrund oder direkt im Schilf gefangen. Er beißt auf Tauwurm und Fetzenköder. Günstige Angelmonate sind Mai und August.

Für das Angeln auf Flunder Garnelen, Würmer oder Muschelfleisch verwenden. Auch tiefgeführte Blinker sollen Erfolg versprechen.

Im März/April ziehen zur Laichzeit die Heringsschwärme in den Bodden. Allerdings wird man sie nur in den tiefen Bereichen, also mit Boot, antreffen. Geangelt wird mit einem Heringspaternoster.


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