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Bodden- und Haffgewässer

Kubitzer Bodden

Der Kubitzer Bodden, ein ausgezeichnetes Hechtrevier, befindet sich an der naturbelassenen Westküste der Insel Rügen. Er wird begrenzt von der Hansestadt Stralsund im Süden, von der vorpommerschen Festlandküste im Osten sowie von den Inseln Bock und Hiddensee im Norden. Selbige grenzen den Bodden vom offenen Meer ab. Da es nur recht schmale Verbindungen zur Ostsee gibt, ist der Salzgehalt nicht zu groß. Dies wirkt sich förderlich auf den Hechtbestand aus. Südlich schließt sich der Strelasund an, der den Kubitzer Bodden mit dem Greifswalder Bodden verbindet.

Der Kubitzer Bodden bildet zusammen mit den nördlich gelegenen Nachbargewässern Vitter Bodden, Schaproder Bodden und Udarser Wiek die Westrügener Boddenkette. Gleichzeitig sind sie weiterhin Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und somit geschützte Gebiete. Für das Angeln bedeutet dies, Fischschonbezirke, Laichschonbezirke  sowie die Befahrungsregelungsverordnung zu beachten. Der Fischschonbezirk im Kubitzer Bodden (ganzjähriges Angelverbot) befindet sich entlang der Insel Bock an den Zuläufen der Ostsee und des östlichen Nachbargewässers Grabow. Der Laichschonbezirk erstreckt sich über das gesamte Südufer. Hier ist jeglicher Fischfang zwischen dem 1. April und 31. Mai verboten. Das uneingeschränkte Befahrverbot befindet sich im Bereich des Fischschonbezirkes, rings um die kleine Insel Liebitz an der Westküste sowie zwischen der Südspitze der Insel Ummanz und der Insel Heuwiese. Fahrverbote für Motorboote gelten für die gesamte Uferregion.     

Der Kubitzer Bodden ist ein ausgesprochen flaches Gewässer. Abgesehen von der Fahrrinne, die zwischen 5,00 m und 6,00 m ausgebaggert wurde, sind weite Teile keine 2,00 m tief. Im Uferbereich wird oft nicht einmal 1,00 m erreicht. Deshalb ist hier das Watangeln eine gute Alternative zum Angeln mit Boot. Vor allem im Frühjahr und Sommer, wenn sich viele Fische im flachen Wasser aufhalten, sollte man die Schilfkanten beangeln oder Krautfelder suchen. Dennoch ist ein Boot natürlich bequemer. Da es lediglich in Barhöft eine Slipanlage gibt, empfiehlt sich der Einsatz von leicht zu handelnden Schlauchbooten. Die haben einen geringen Tiefgang und kann man fast überall zu Wasser lassen. Nützliches Hilfsmittel beim Angeln mit Boot ist auch hier das Echolot. Damit sollten die markanten Stellen leicht gefunden werden können. Markante und viel versprechende Angelstellen sind vor allem die Kante entlang der Fahrrinne, im Bereich der Inseln Heuwiese und Liebitz, der Schwarze Strom oder die Klausdorfer Steine. Ab Herbst sollten ausschließlich tiefere Stellen angesteuert werden.

Neben dem guten Hechtbestand gibt es im Kubitzer Bodden Zander, stattliche Barsche, Aal und natürlich Hering im Frühjahr. Als Köder sind für Frühjahr und Sommer flach laufende Köder zu verwenden und im Herbst und Winter wenn sich die Fische ins tiefere Wasser zurückziehen tief laufende Köder. Und dann kann das gesamte Kunstköder-Sortiment ausprobiert werden, wobei man nicht zu klein heran gehen sollte (+ 15 cm).

Häufiges Problem beim Angeln im Kubitzer Bodden ist die Windanfälligkeit. Nicht nur, dass durch die große Wasserfläche hohe Wellen entstehen können. Der Wind "wühlt" das flache Gewässer ungünstig auf. Weiterhin wird bei südlichen und östlichen Winden viel Wasser in die Ostsee gedrückt, was den Bodden noch flacher macht. Ähnlich ungünstig verhält es sich bei Nordwind, wo viel Salzwasser von der Ostsee in den Bodden gelangt.

Karte Kubitzer Bodden



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