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Bodden- und Haffgewässer

Peenestrom / Peene (Fluss)

Aus dem Kummerower See kommend, schlängelt sich die Peene ca. 100 km an den Kleinstädten Demmin, Jarmen und Anklam vorbei, bis sie in dem Peenestrom mündet. Die Peene ist ein sehr naturbelassenes Biotop mit einer äußerst vielfältigen Flora und Fauna. Insgesamt sieben Naturschutzgebiete, die auf eine Fläche von ca. 4000 ha entfallen, gilt es beim Angeln zu beachten.

Der Peenestrom gehört neben den Flüssen auf polnischer Seite Swine und Dievenow zum Mündungsdelta der Oder. Er verbindet das östlich gelegene Stettiner Haff (früher auch Oderhaff) mit dem Greifswalder Bodden und trennt die Insel Usedom vom vorpommerschen Festland. 15 km nördlich von Wolgast, bei Kröslin auf der Festlandseite (im Ort gibt es eine 5-Sterne-Marina) und Peenemünde auf der Inselseite, mündet der "Strom" in den Greifswalder Bodden und somit in die Ostsee.

Er besitzt eine sehr abwechslungsreiche Gewässerstruktur. Besonders an den schmalen Stellen im Norden und Süden gibt es stark strömende Bereiche, wo oftmals sogar Treibgut die Angelei erschwert. Außerdem ändert sich die Strömung sprunghaft mit den Windverhältnissen. Bei auflandigem Wind wird erfahrungsgemäß viel Fisch aber auch salzhaltiges Wasser in den Fluss gedrückt. Konträr hierzu gibt es mit dem Achterwasser und dem Krumminer Wiek zwei ausladende, strömungsarme und flache Buchten. Weiterhin findet man zahlreiche Inseln, Halbinseln und Sandbänke im Gewässer, die gebietsweise auf große Tiefenunterschiede hindeuten und den Einsatz von Echoloten erforderlich machen.

Der Peenestrom ist Heimat von nahezu allen Süßwasserfischen, die auch mit Brackwasser zu Recht kommen. Die beliebtesten Zielfische sind jedoch Aal, Zander (Schonzeit im Mai) und Hecht (Schonzeit März u. April). Weiterhin befinden sich stattliche Barsche im Gewässer, die zu jeder Jahreszeit beißen und durchaus die magische 50 cm - Marke knacken können. Der Zander kommt in der Regel ab Juni in Beißlaune und hat im Juli- August Hochzeit. Ähnlich verhält es sich mit dem Aal, der jedoch auch schon mit den ersten warmen Wochen im Frühjahr beißt. Hechte kann man zu jeder Jahreszeit fangen, selbst im Januar bei absolut widrigen Bedingungen. Wer den größten Fischen intensiv und ernsthaft nachstellen möchte, sollte nur Köder ab 15 cm und vor allem hochwertiges und salzwasserbeständiges Material verwenden. Denn da die Fische hier oft eine Nummer größer sind als gewöhnlich, wäre es doch ärgerlich, wenn sich ein 40-pfündiger Hecht wegen eines "Polen-Wirbels" verabschieden würde.

Der Peenefluss ist ein absoluter Hechttip. Zu jeder Jahreszeit und mit allen Techniken (Blinker, KöFi, Wobbler, Spinner usw.) kann man Erfolg haben. Weiterhin gibt es große Barsche, Aale, Rapfen, Zander und Welse.

Der Strom gilt im Allgemeinen als schwierig zu beangeln. Hier kann man zeigen, was man angeltechnisch zu bieten hat. Wahre Beißorgien sind i.d.R. nicht zu erwarten, man muss häufig Techniken und Köder wechseln und sich ständig an Strömungs- und Windänderungen anpassen. Die Erwartungen sollten also nicht zu hoch gesteckt werden. Auch erfahrene Guides werden hier keine Fanggarantie geben. Aber: Wo hat man überhaupt nur die Möglichkeit 1,30m-Hechte oder 90cm-Zander zu fangen und wenn der Strom tatsächlich einen seiner Riesen freigibt, reicht es oft für ein ganzes Leben.

Als Landangelstellen eignen sich die zahlreichen Hafenanlagen, wie z.B. in Wolgast, Freest, Lassan, Kröslin, Karlshagen, Peenemünde oder Zinnowitz. Jedoch gibt es hier Bereiche, wo das Angeln nicht gestattet ist. Weiterhin ist die Zecheriner Brücke, die Inselanbindung im Süden eine beliebte Angelstelle. Zu beachten ist hier, dass es sich um eine Klappbrücke handelt, die mehrmals täglich für den Schiffsverkehr öffnet. Vom Boot zu angeln ist auf jeden Fall die lohnendere Variante. Sie benötigen für den Peenestrom jedoch einen Bootsführerschein für Küstengewässer. Von Anklam bis zum Kummerower See besteht Bootsführerscheinpflicht für Binnengewässer. Immer natürlich vorausgesetzt, man ist mit einem entsprechenden Motorboot unterwegs. Auf dem Peenestrom sollte man es in Wolgast im Bereich der Wolgastbrücke und der Werft probieren sowie an den Fahrrinnen der Fahrgastschifffahrt.


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