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Bodden- und Haffgewässer

Stettiner Haff / Oderhaff

Das 900 km² große Stettiner Haff, manchmal auch Oderhaff genannt, ist ein Boddengewässer im äußersten Nordosten Mecklenburg Vorpommerns. Es gehört zum Mündungsdelta der Oder in die Ostsee. Die Ost-West-Ausdehnung beträgt 52 km und die Nord-Ost-Ausdehnung 22 km. Quer durch das Haff verläuft die deutsch-polnische Grenze. Ihm vorgelagert sind die Inseln Usedom und die polnischen Inseln Wolin und Karsibor. Die Verbindung zur Ostsee besteht durch den Peenestrom am Westufer, durch die Swine am Nordufer und durch Dievenow am Ostufer. In das Stettiner Haff münden am Südufer die Flüsse Oder, Ücker, Randow, Zarow und Peene.

Stettiner Haff

Die Gewässertiefe beträgt durchschnittlich 4 m, wobei das so genannte Kleine Haff auf deutscher Seite nur durchschnittlich 2,5 m tief ist. Am Südufer bei Ückermünde und Mönkebude ist es mit etwa 1,5 m noch wesentlich flacher als am Nordufer bei Kamminke auf der Insel Usedom wo ca. 4 m erreicht werden. Die flach abfallenden Ufer sind überwiegend mit Schilf bewachsen. Nur selten ergeben sich Angelmöglichkeiten vom Land aus. Aufgrund dessen ist das Angeln vom Boot zu empfehlen. Häufig verfügen auch Vermieter von Ferienhäusern und Ferienwohnungen für den Angelurlaub am Stettiner Haff über Boote. Vor allem in den touristischen Zentren wie Ückermünde oder Mönkebude kann man Boote mieten. Die besten Angelstellen befinden sich am Nordufer bei den Steinfeldern vor Usedom, an Muschelbänken und an den Scharkanten.

Das Stettiner Haff zeichnet sich durch einen sehr artenreichen Fischbestand aus. Die Hauptfischarten, welche oft eine überdurchschnittliche bis extreme Größe erreichen, sind Zander, Barsche, Brassen und Rotaugen. Weiterhin gibt es einen guten Bestand an Rapfen, Schnäpel, Hecht, Quappe, Meerforelle und sogar Lachs und Wels.

Stettiner Haff

Zum Angeln im Stettiner Haff benötigt man die Angelerlaubnis für Küstengewässer in Mecklenburg Vorpommern. Das Schleppangeln ist verboten.

Neben dem Haff sind angeltechnisch auch seine Nebengewässer, d.h. die einmündenden Flüsse Ücker, Randow und Zarow zu beachten. Gepachtet wurden Sie von der Fischereigenossenschaft Ückermünde, wo man auch die Angelerlaubnis erwerben kann. Hauptfischarten in den naturbelassenen Flüssen sind Hecht, Zander, Aal, Barsch, Karpfen, Schlei, Blei und Plötz. Die beste Zeit, vor allem für Weißfisch, ist im Frühjahr, weil die Fische dann zum laichen in die Flüsse ziehen. Eine gute Angelstelle für Raubfisch und insbesondere für Zander findet man in der Ücker zwischen Torgelow und Torgelow-Holländerei in der so genannten Schwadbucht.


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