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Angeln Mecklenburgische Seenplatte

Kummerower See

Kurzportrait

Lage: zentral in Mecklenburg Vorpommern; Region Mecklenburgische Schweiz

Hauptorte: Malchin, Kummerow, Verchen, Salem

Größe: 32,55 qkm

max. Tiefe: 30 m

Hauptfischarten: Kleine und Große Maräne, Aal, Karpfen, Barbe, Döbel, Schleie, Forelle, Hecht, Zander, Barsch, Wels sowie verschiedene Weißfischarten. Besonders erwähnenswert sind das seltene Vorkommen von Neunauge, Flunder, Lachs und Meerforelle.

Fischer: Fischereimeister Frankiw

Besonderheit: viertgrößter See Mecklenburg Vorpommerns

Fischer: Salemer-Fischerei GmbH

Unterkunft: Urlaub Kummerower See

Kummerower See

Der Kummerower See ist mit einer Gesamtfläche von 32,55 qkm der viertgrößte See in Mecklenburg Vorpommern und der achtgrößte in Deutschland. Er liegt nördlich der Müritz recht zentral im Bundesland, und bildet zusammen mit dem Malchiner See das Herzstück des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See. Seine Längenausdehnung beträgt etwa 11 km und die Breite ca. 4 km. Die maximale Tiefe wird bei ca. 30 m in der Mitte des Sees erreicht. Wenn man sich die Tiefenkarte des Sees betrachtet stellt man fest, dass der Grund am Westufer erst sehr flach und dann plötzlich bis auf ca. 16 m tief abfällt. Am Ostufer hingegen geht es eher gleichmäßig steil bergab. Der Uferbereich im Norden und Süden ist über weite Strecken flach. An einigen Stellen ist insbesondere im Süden das Wasser erst nach einigen hundert Metern 3-4 Meter tief.

Der Fluss Peene durchfließt den Kummerower See und stellt die Verbindung zu den benachbarten Seen Malchiner See und Teterower See her. Weiterhin bietet der Fluss den direkten Zugang zu den Boddengewässern Achterwasser und Stettiner Haff und somit indirekt zur Ostsee. Aufgrund dieser Tatsache ist diese Region bei vielen Wasserwanderern beliebt. Hierzu jedoch an anderer Stelle mehr.

Kummerower See

Hauptorte rund um den See sind im Süden Kummerow, Gorschendorf und Salem, am Ostufer Sommersdorf und Meesiger sowie Verchen im Norden. Alle Orte leben vom Fremdenverkehr und verfügen über ein großes Angebot an Unterkünften.

Kummerower See

Der Kummerower See wurde vom LAV gepachtet, wird jedoch durch die Salemer-Fischerei GmbH bewirtschaftet. Obwohl der See also zum LAV gehört, muss man sich trotzdem beim Fischer eine Gewässerkarte kaufen (Wochenkarte ca. 25 EUR, Kinder ermäßigt). Ansonsten gelten die bekannten Regelungen des LAV, d.h. dass 3 Handangeln, Bootsangeln (Ankerpflicht) und Nachtangeln unter Berücksichtigung der Schonzeitregelung sowie der Fangbeschränkung bei Edelfischen erlaubt sind.

Die Fauna des Sees zeichnet sich durch einen beispielhaften Artenreichtum aus. Hauptfischarten sind: Kleine und Große Maräne, Aal, Karpfen, Barbe, Döbel, Schleie, Forelle, Hecht, Zander, Barsch, Wels sowie verschiedene Weißfischarten. Besonders erwähnenswert sind das seltene Vorkommen von Neunauge, Flunder, Lachs und Meerforelle. Dies lässt sich teilweise dadurch erklären, dass sich der Kummerower See nur wenige Meter über dem Meeresspiegel befindet und die Peene auf ihrem Weg bis zur Ostsee ein geringes Gefälle aufweist. Bei Östlichen Winden kann sich demnach die Fließrichtung der Peene umkehren und den See mit Wasser und Meeresfischen speisen.

Kummerower See

Wie bei allen großen Seen, erweist sich das angeln vom Boot als vorteilhaft. Vor allem motorbetrieben und mit Echolot zum Finden der Scharkanten und Untiefen. An diesen Stellen sollte man es insbesondere auf Raubfisch versuchen. Bei Bootstouren muss man jedoch in Sachen Wetterlage sehr vorsichtig sein, da der See extrem windanfällig ist. Schon ab einer Windstärke von 3-4 ist man mit einem Ruderboot oder mit kleinem E-Motor völlig manövrierunfähig.

Da es viele breite Schilfgürtel gibt und weil der Uferbereich oft sehr flach ist, ist das Landangeln häufig sehr schwierig, jedoch nicht so aussichtslos wie bei anderen großen Seen. Aus der Not eine Tugend machend, wurden schon etliche Fänge mit der Wathose an Kraut- und Schilffeldern gemeldet. Bekannte Stellen hierfür sind die Schilfgürtel zwischen Sommersdorf und Gravelotte sowie in Kummerow am Südufer. Außerdem sind sowohl die Einmündungen der Peenekanäle als auch die kleinen Hafenanlagen der umliegenden Orte sehr Erfolg versprechend. Als echte Alternative haben sich neben dem Kummerower See auch der Fluss Peene mit den für eine Flussniederung typischen Torfkuhlen bewährt. Vor allem an tieferen Stellen der Peene (4-5 m) sind Welsfänge keine Seltenheit. Im Übrigen empfiehlt es sich auf  die Fangstellen der einheimischen Angler und auf Möwenscharen auf dem Wasser zu achten.

Karte Kummerower See


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