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Müritz und Umgebung

Müritz / Müritzsee

Kurzportrait

Lage: Mecklenburgische Seenplatte, Müritz und Umgebung

Größe: 117 qkm

max. Tiefe: 33 m

Hauptfischarten: Hecht, Zander, Barsch, Aal, Karpfen, Schleie und verschiedene Weißfischarten

Fischer: Fischerei Müritz-Plau GmbH

Besonderheit: größter innerdeutscher See, gutes Raubfischgewässer, schöne Umgebung

Unterkunft: Urlaub Müritz

Müritz

Die Müritz ist mit ca. 117 qkm der größte See in der Mecklenburgischen Seenplatte und der zweitgrößte in Deutschland. Der Bodensee ist zum Vergleich mit insgesamt 536 qkm deutlich größer. Abzüglich der Flächen, die zu den Anrainerstaaten Österreich und Schweiz gehören, entfallen über 300 qkm auf deutsche Hoheitsgebiete. Trotzdem ist die Müritz durch die Lage direkt in der Bundesrepublik der offiziell größte innerdeutsche See.

Sie ist gleichzeitig absolutes Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. In alle Richtungen schließen sich weitere seenreiche Gebiete an. Westlich  befindet sich der drittgrößte See in Mecklenburg Vorpommern, der Plauer See, nördlich der Malchiner See und Kummerower See und östlich die Strelitzer Kleinseenplatte bei Neustrelitz und Mirow und südlich die Rheinsberger Seenlandschaft.

Die Müritz erreicht eine maximale Längenausdehnung von 28 km und eine maximale Breite von 13 km. Die tiefste Stelle von 33 m findet man in der Binnenmüritz bei Waren/Müritz. Mit 28 m ist der so genannte „Kukuks Düp“ in der Sietower Bucht die zweittiefste Stelle. Weitere Untiefen, die vor allem im westlichen Uferbereich auftreten sind auf Gewässerkarten gekennzeichnet. Im Gegensatz zum sandigen und kiesigen Westufer fällt der schlammige Grund am Ostufer sehr flach ab. Häufig sind in dieser Region ausgedehnte Flächen nur etwa einen Meter tief.

Da die Müritz an einigen Stellen eine stark zerklüftete Uferform aufweist, lassen sich an den markanten Stellen mehrere Nebengewässer definieren. In diesem Zuge bietet sich die Gelegenheit, direkt die angrenzenden Orte aufzuzählen. So befindet sich im Norden, am Luftkurort Waren / Müritz die „Binnenmüritz“. Am Westufer gibt es zwischen den Ortschaften Sietow und Gotthun die „Sietower Bucht“ und beim Luftkurort Röbel / Müritz der „Röbler Binnensee“. An der südlichen Spitze bei Rechlin und Vipperow geht der See in die „kleine Müritz“ über und endet bei Priborn mit der als „Müritzsee“ bezeichnete Eldemündung.

Weiter in Richtung Osten ist die Uferform nicht mehr so zerklüftet und eher unspektakulär. Dennoch bietet diese Region eine Besonderheit. Den Müritz Nationalpark. Ausgedehnte Wälder mit einem enormen Wildbestand, große Feuchtbiotope mit Mooren, Wiesen und breiten Schilfgürteln sowie viele kleinere Seen, die direkt mit der Müritz verbunden sind, sind charakteristisch für den Uferbereich an dieser Stelle. Für den Angler gilt zu beachten, dass weder angeln, noch anlanden gestattet sind. Es ist ein Mindestabstand von 500 m zum Nationalpark einzuhalten. Gleiches gilt für das Naturschutzgebiet zwischen Röbel und Ludorf im Bereich der beiden Halbinseln Steinhorn und Großer Schwerin.

Alles im Allen kann man erkennen, dass das Angeln in der Müritz eine gewisse Vorbereitung erfordert. Es kommen zwar fast alle bekannten Süßwasserfische vor, jedoch wird man ohne Vorkenntnisse und Vorkehrungen nur die Fische fangen können, die ganz unten auf der Liste stehen. Aus eigener Erfahrung rate ich dazu, nach Möglichkeit einheimische Angler oder Fischer beispielsweise nach Sandbänken oder Kanten zu befragen und diese Stellen mit Boot zu befischen. Außerdem sollte man stets die Augen nach Möwenscharen auf dem Wasser offen halten. Meistens jagen die Vögel dort nach Weißfisch. Und wo Weißfisch ist, jagd auch Raubfisch. Aufgrund der Größe des Sees sind auf jeden Fall ein Motorboot sowie ein Echolot und Tiefenkarte vorteilhaft. So kann man leicht die ausgemachten Fischschwärme sowie Rinnen, Kanten und Untiefen erreichen.

Da die Müritz ein ausgezeichnetes Hechtgewässer ist, ist eine weitere Alternative das Schleppangeln, das in der Müritz mit einer gebührenpflichtigen Sondergenehmigung gestattet ist. Das Schleppangeln ist mit maximal 2 Handangeln mit jeweils einer Anbissstelle erlaubt. Die Schleppangelkarte gilt in Verbindung mit einer Angelkarte für das jeweilige Gewässer (ca. 30 EUR für alle Großseen). Die Kosten betragen pro Woche ca. 15 EUR. (Stand 2008)

Geschleppt werden sollte dort, wo der Uferbereich hüglig ist sowie bei abfallenden Kanten sowie an den tiefen Stellen. Stets ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich die Fische während der kalten Jahreszeit in tiefere Regionen aufhalten als im Frühjahr oder Sommer. Als Köder gehen Anstecker und alle Kunstköder. Selbst große Wobbler jenseits der 20 cm und schwere Blinker über 40 g sind machbar.

Beim Angeln mit Boot sollte man jedoch immer den Faktor Wetter mit einplanen. Da der See sehr windanfällig ist, können selbst bei geringen Windstärken sehr hohe Wellen entstehen, die besonders Ruderbooten gefährlich werden können. Außerdem kann es aufgrund der Größe des Sees gebietsweise zu erheblichen Temperaturunterschieden kommen, die in Verbindung mit der enormen Wasserfläche ein eigenes Mikroklima bilden. Wie schon oft geschehen, haben sich schnell lokale Gewitterzellen entwickelt, die schon manchen Angler gefährlich geworden sind.

Für das Angeln vom Land aus, eignen sich besonders Häfen, z.B. Waren, Röbel, Ludorf, Klink etc.. Hier angelt man vor allem Weißfisch, Barsche und im Herbst auch Hechte. Weitere Stellen wären einmündende Kanäle und Flüsse, wie z.B der Bolter Kanal am Ostufer zwischen Rechlin und Boek.

Die Müritz wird von der Fischerei Müritz-Plau-GmbH bewirtschaftet, die das Angeln an einige Bedingungen knüpft:
Erlaubt sind 3 Ruten, davon eine Köderfischrute sowie 3 Edelfische (Hecht, Zander, Aal, Karpfen) pro Tag. Ebenso sind das Nachtangeln und das Schleppfischen (mit gebührenpflichtiger Sondergenehmigung) erlaubt. Das Angeln vom verankerten Boot und Echolot ist gestattet (Abstand v. 500m zum Nationalpark). Es gibt keine Schonzeit für Hechte, jedoch für Zander (01.05. - 15.06.). Die ausgestellten Angelkarten gelten für über 100 Seen der Mecklenburgischen Seenplatte und kosten ca. 30 EUR. (Stand 2008)

Karte Müritz


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