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    Ostsee-Angeln

    Gehen Sie auf großen Fang

Plattfisch angeln im Ostsee-Urlaub

Im Frühjahr ist der Plattfisch besonders hungrig, angeln kann man ihn aber über das ganze Jahr

Plattfische kann man das gesamte Jahr über angeln. Im Frühjahr nach dem Laichen sind sie jedoch besonders hungrig. Mit der Erwärmung des Wassers nimmt das Nahrungsangebot in Strandnähe zu. Nun tummeln sich Würmer, Schnecken und Garnelen auf dem Meeresgrund, welche die Fangaussichten im Frühjahr verbessern. Kehrseite der Medaille ist, dass die Flundern im Spätherbst bis Winter besser im Futter stehen, um für die Laichaktivitäten gerüstet zu sein. Heißt also: weniger Bisse, dafür größere Exemplare.

Die Abenddämmerung ist die beste Zeit um den Plattfisch an der Ostseeküste zu fangen

Beste Tageszeit zum Angeln ist die Abenddämmerung und die Nacht, wenn die Platten im Schutz der Dunkelheit nah ans Ufer kommen. Aber auch am Tage kann man es durchaus versuchen. Unerfahrene Brandungsangler werden bei Tageslicht natürlich besser mit der Angeltechnik zurechtkommen.

Tipps zu Ködern und Fangmethode

Die Flundern lassen sich mit Wattwürmern, Seeringelwürmern oder auch Fetzenködern überlisten. Zur Bestückung des Hakens reicht ein Wurm. Da die Seeringelwürmer zwischen April und Mai Paarungszeit haben und sich dazu im Mittelwasser aufhalten, sollte in dieser Zeit kein anderer Köder verwendet werden.

Die wohl am meisten angewandte Methode ist eine Zwei-Haken-Montage. Das Vorfach besteht aus einer 0,70-er Monofilen und ist etwa 1,20 m lang. Es hat am Ende ein Birnenblei oder Impact-Blei zwischen 170 und 250 g (je nach Strömung). Über dem Blei zweigt ein etwa 50 cm langes Vorfach ab (0,40er Monofile), welches mit einem langschenkligen Haken versehen wird. Vor dem Haken montiert man ein kleines, rotierendes Spinnerblatt sowie diverse Lockperlen, die neben der Lockfunktion dem Köder zusätzlich ein wenig Auftrieb geben. Die Lockperlen sollten mit normalfarbigen Perlen und Leuchtperlen kombiniert werden. So können sie am Tage und in der Nacht Anwendung finden. Am Abend oder in der Nacht werden sie vor dem Ausbringen mit einer Taschenlampe angeleuchtet. 

Ein weiteres abzweigendes Vorfach befestigt man ca. 50 cm bis 60 cm  über dem Blei. Beide Haken werden zu Anfang mit unterschiedlichen Ködern bestückt, um herauszufinden, welcher an diesem Tag besser funktioniert. Im Fünf-Minuten-Takt zieht man dann den Köder einige Meter heran, um ein möglichst großes Gebiet abzudecken.

Eine viel versprechende Methode am Tage ist das Angeln mit Wurm und Pose. Hierzu verwendet man eine 20 bis 30 g schwere Pose in einer Leuchtfarbe zum besseren Erkennen in den Wellen.

Häufiges Problem beim Brandungsangeln ist, dass durch die großen Kräfte beim Auswerfen die Würmer vom Haken abfliegen. Abhilfe schafft ein kleiner Gummischlauch, den man über den Haken stülpt, die Enden einschlitzt und anschließend mit einem Feuerzeug fest am Haken schrumpfen lässt. Die Würmer sitzen nun wesentlich fester.

Nach dem Biss bereitet der Drill Freude, da sich die Flundern als äußerst hartnäckig erweisen. Deshalb sollte auch eine Brandungsrolle mit hoher Besetzung erste Wahl sein. Bei ruhigem Wetter ist es allerdings nicht erforderlich, eine riesige Brandungsrute zu verwenden. Oft befinden sich die Plattfische schon in den ersten Sandrinnen und Gewaltwürfe sind nicht erforderlich. Außerdem sind Bisse wesentlich besser zu erkennen. Es ist aber darauf achten, die Köder an die steil abfallenden Kanten vor oder hinter den Sandbänken zu platzieren.

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